ZuhauseBlogBacken mit Kindern: So können die Kleinen in der Küche glänzen

Backen mit Kindern: So können die Kleinen in der Küche glänzen

Freude am Backen

An Tagen mit schlechtem Wetter benötigt man immer wieder Aktivitäten für zu Hause, um den Kindern eine tolle Zeit zu gestalten. Wir finden, dass eine gemeinsame Backaktion die beste Idee für regnerische Nachmittage ist, egal in welcher Jahreszeit.

Es gibt viele gute Gründe, Kinder in der Küche mit einzubeziehen: Es gibt den Kleinen das Gefühl, an einer wichtigen Aktivität des Alltages teilhaben zu dürfen, es fördert den Genuss am Essen und das Kind kann hier vieles Neues ausprobieren und lernen. Auch Kinder, die sonst etwas zurückhaltend bei neuen Lebensmitteln und Geschmäckern sind, probieren eher neue Gerichte aus, wenn sie bei der Zubereitung geholfen haben.

Ein super Einstieg in die Küchenwelt ist das Backen. Ab einem Alter von ca. vier Jahren können die Kinder aktiv mithelfen. Ab diesem Alter profitieren sie auch von dem Lerneffekt beim Backen und bekommen so schon Grundlagen von Mathe und Chemie spielerisch vermittelt. Das Kind lernt verschiedene Maßeinheiten kennen und lernt Backzeiten abzuwarten. Für die meisten kleinen Bäckerinnen und Bäcker ist es ziemlich aufregend, dem Kuchen beim Aufgehen im Ofen zuzusehen. Auch die Sinne der Kleinen werden beim Backen angeregt.

Der Umgang mit verschiedenen Konsistenzen fördert die Wahrnehmung und die Feinmotorik. Auch Kraftdosierung und Koordination werden hier trainiert. Das Beste daran ist aber, gemeinsam etwas Leckeres hergestellt zu haben und es auch gemeinsam zu genießen.

Die Arbeitshöhe und das Zubehör für das Backen mit Kindern

Zubehör wie Nudelholz, Schneebesen, Formen und andere Küchenwerkzeuge sind bei Kindern beliebt. Viele jüngere Kinder lassen ihr Kinderspielzeug links liegen, wenn sie die Chance haben, die Küchenschränke zu durchforsten. Diese Faszination hält auch bei älteren Kindern noch an.

Die Arbeitshöhe und das Zubehör für das Backen mit Kindern

Es gibt für einige Utensilien die Möglichkeit, extra kindgerechte Versionen zu kaufen. Diese sind dann in der Größe angepasst oder zum Beispiel weniger scharf. Möchte man nicht extra etwas Neues anschaffen, kann man sich zum Schneiden etwa mit einem Pizzaschneider aus Teflon behelfen und bei den anderen Utensilien etwas helfen.

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Kind auf einem stabilen Stuhl oder Hocker stehen kann, um an der Arbeitsfläche anzukommen.

Sich auf etwas Chaos einstellen

Wenn man sich dazu entscheidet, Küchenaktivitäten gemeinsam mit den Kindern zu verrichten, entscheidet man sich auch für Mehl und Teig an den verrücktesten Orten. Das hört sich erst einmal nach mehr Arbeit an, aber wie sagt man so schön? Viele Hände – schnell ein Ende. Auch in das Aufräumen danach kann man die Kinder mit einbeziehen.

Um ein bisschen Schadensbegrenzung zu betreiben, gibt es super süße Schürzen für Kinder, damit zumindest die Kleidung sauber bleibt. Für den Rest sollten die Eltern sich etwas zurück lehnen und auch mal ein Ei daneben gehen lassen. Die meisten Verschmutzungen sind schnell wieder zu beseitigen und die Kinder sollen nicht das Gefühl bekommen, dass sie etwas falsch machen.

Am besten eine gemeinsame Aufräumzeit für den Zeitraum einplanen, in der der Kuchen oder die Kekse im Ofen sind. Das Stellen einer Eieruhr oder eines Timers kann Wunder wirken bei kleinen Trödlerinnen und Trödlern. Auch wenn die Kleinen nicht alles Picobello hinterlassen, lernen sie, dass das Aufräumen ein wichtiger Teil vom Backen ist.

Fünf richtig gute Tipps, um Katastrophen zu vermeiden:

Damit das Backen auch für alle eine spaßige Aktivität in der Freizeit und kein Wettbewerb wird, sollte man sich insgesamt nicht zu sehr auf ein perfektes Ergebnis, sondern das Erlebnis an sich konzentrieren.

Eier aufzuschlagen macht Spaß und bereitet ein richtiges Backfeeling

Trotzdem kann es helfen, häufig gemachte Fehler schon im Vorhinein zu vermeiden. Hier also unsere fünf Anti-Katastrophen-Tipps für das Backen mit Kindern:

1. Zu Beginn unbedingt das gesamte Rezept sorgfältig durchlesen. Dieser Tipp gilt für jeden und alles, was in der Küche hergestellt wird. Nichts ist ärgerlicher, als einen Schritt zu verpassen oder Zutaten zu übersehen. Hier gilt also: Vorbereitung ist alles!

2. Eier aufzuschlagen macht Spaß und bereitet ein richtiges Backfeeling. Genau bei dieser Aufgabe kann aber auch schnell was daneben gehen. Damit bei einem Missgeschick nicht die Enttäuschung groß ist, schlag die Eier in einer extra Schale auf. So kann man eventuelle Teile der Schale noch heraus fischen, bevor alles im Teig landet. Lass die Kinder die Eier aufschlagen, wann immer es geht. Übung macht den Meister und Kinder lernen schnell.

3. Hab immer ein Auge auf die Mengen. Im Gegensatz zum Kochen ist es beim Backen meist essentiell, sich genau an die Mengenangaben zu halten, damit alles klappt. Kontrolliert also gemeinsam bei jedem Schritt, ob die Abmessungen stimmen.

4. Zu Beginn wählt man am besten die einfacheren Rezepte aus. Backen muss nicht kompliziert sein und lange dauern, damit ein leckeres Ergebnis entsteht. Oft sind es die einfachen Rezepte, mit wenigen Zutaten, die am beliebtesten sind. Für den Anfang empfehlen sich Muffins aus einem einfachen Rührteig mit etwas Zuckerguss und Streuseln.

5. Einige wenige Aktivitäten beim Backen, zum Beispiel das Hacken von Nüssen, kann ein Kind noch nicht erledigen. Für die Zeit, in der das Elternteil diese Aufgabe verrichtet, empfiehlt es sich, dem Kind eine andere Aufgabe zu geben, damit keine Langeweile aufkommt. Kindern kommen Minuten oft wie Stunden vor und sie lieben es, Aufgaben erledigen zu dürfen. Passende Aufgaben sind Teig kneten, Streusel aussuchen oder Löffel und Knethaken sauber schlecken.

Rezeptideen für das Backen mit Kindern

Grundsätzlich ist natürlich alles möglich und auch beim Backen ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Zu Beginn möchte man aber sicher die Messlatte nicht zu hoch setzen. Wähle das Rezept auch nach der Zeit, die ihr für euer Projekt habt, und den Fähigkeiten und des Alters des Kindes aus.

Muffins, Brötchen und einfache Kuchen sind nicht nur toll zuzubereiten, sondern schmecken auch den meisten Leuten. Hier einige Rezepte, die ihr ausprobieren könnt.

Grundrezept für Hefeteig

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Packung Trockenhefe oder 50 Gramm frische Hefe
  • 3,5 Milliliter Milch
  • 100 Gramm Margarine
  • 120 Gramm Zucker

Vorgehensweise: Schmelze die Margarine in einem Topf und füge die Milch hinzu. Wenn du Trockenhefe benutzt, sollte die Milch mindestens 37 °C warm sein. Die übrigen Zutaten in einer Schüssel vermischen und die warme Margarine und Milch dazugeben.

Der Trick für einen lockeren Hefeteig ist das sorgfältige Kneten. Je mehr man knetet, desto schöner lässt sich der Teig verarbeiten. Am besten acht bis zehn Minuten in der Küchenmaschine und mit den Händen sogar noch fünf Minuten länger. Das Gehen des Teiges nach dem Kneten ist das Wichtigste. Lasst dem Teig 40 bis 60 Minuten Zeit.

Der fertige Teig kann für verschiedenste Kreationen verwendet werden. Stangen, Zöpfe oder runde Brötchen mit Schokodrops oder Rosinen. Auf mittlerer Schiene backen die Leckereien dann für 10 bis 12 Minuten bei 220 °C. Wenn die Teilchen abgekühlt sind, kann man sie mit Streuzucker, Puderzucker, Zuckerguss und Streuseln verzieren. Viel Spaß und vor allem: Guten Appetit!

Schokoladige Schokomuffins

Vorgehensweise: Beginne damit, den Zucker und die weiche Butter zu vermengen. Füge dann die Eier hinzu. Zuletzt das Mehl, das Backpulver und das Kakaopulver Stück für Stück hinzugeben und gut mixen. Der Teig reicht für 10 bis 12 Muffins. Einfach die Muffinförmchen zu zwei Dritteln befüllen und bei 175 °C auf mittlerer Schiene für 20 Minuten backen.

Schokoladige Schokomuffins

Zwischendurch mit einer Gabel oder einem Spieß testen, ob noch Teig kleben bleibt. Super zum Verzieren ist auch hier wieder Puderzucker oder Zuckerguss. So richtig schokoladig wird’s mit einer Glasur aus Schokolade. Voila – super schnell und soooo lecker!

Joghurtkuchen

  • 150 Gramm Joghurt
  • 2 Eier
  • 250 Gramm Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 125 Gramm Zucker
  • 100 Milliliter Pflanzenöl
  • 1 TL angeriebene Zitronenschale
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Aprikosen oder Orangenmarmelade

Los geht’s:

1: Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

2: Dann in einer Schüssel die Eier und den Zucker vermischen.

3: Als nächstes das Öl, den Joghurt und die abgeriebene Zitronenschale unterrühren.

4: Zu letzt wird das Mehl mit dem Backpulver und dem Vanillezucker und der Prise Salz hinzugegeben und gut vermischt.

5: Eine Kastenform mit Backpapier auslegen oder einfetten und dann den Teig hinzufügen.

6: Der Kuchen backt 35 bis 40 Minuten auf mittlerer Schiene bei 180 °C.

7: Die Marmelade auf den warmen Kuchen verteilen und lauwarm genießen!

Müsli-Bonbons

  • 100 Gramm Butter
  • 4 EL Honig oder Sirup
  • 4 EL Kakao
  • 4 EL Zucker
  • Müsli
  • Rosinen
  • Kokosflocken
  • Sonnenblumenkerne

Vorgehensweise:

1: Butter, Sirup, Zucker und Kakao in einer mikrowellengeeigneten Schüssel etwa 50 Sekunden lang erwärmen.

2: Aus der Mikrowelle herausnehmen und umrühren.

3: Danach weiter für 2-3 Minuten erwärmen.

4: In die warme Masse dann je nach Geschmack die übrigen Zutaten hinzufügen, bis der Teig nass und klebrig ist.

5: In kleine Papierförmchen geben und für 2-3 Stunden abkühlen lassen.

Wir hoffen, dass ihr ein paar von den Tipps zum Backen mit der ganzen Familie nutzen könnt und euch eine tolle Zeit macht. Für noch mehr Inspiration in der Küche findest du hier ein Rezept für gesunde Waffeln oder die perfekte Lunchbox. Weitere Ideen für Tage mit Regenwetter kannst du dir hier aussuchen.

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